Lebensecht

Neue Abenteuer beim Aufrechten Gang übers Wasser

Dezember 15, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Jesus ist unglaublich. Unglaublich geduldig! Er hat mir so lange beim Zaudern zugesehen. Ein nicht göttlicher Mensch hätte längst Muskelkater vom Ausstrecken der Hand bekommen. Aber nicht Jesus!

Ich glaube, der Gang übers Wasser hat viel damit zu tun, vermeintlichen Schutz hinter sich zu lassen und sich der einzig wahren Sicherheit im Herrn anzuvertrauen. Bei mir bedeutete der Schritt aus dem Boot in erster Linie, dass ich meine Unsicherheiten vor anderen zugeben musste. Das kann ich gar nicht gut. Ich tu gern so, als ob ich mit allem, was das Leben so an mich heranträgt, zurechtkomme. Ich beiße mich durch, leide still vor mich hin und jammere höchstens bei ein paar Freunden, die mit dem, was mich quält, nichts zu tun haben. Das liegt auch daran, dass ich es hasse, mich zu beklagen. Ich will belastbar sein. Ich will niemandem das Gefühl geben, er sei daran Schuld, wenn es mir nicht gut geht. Also ein Dilemma: Entweder bin ich schlecht, weil ich nicht belastbar bin, oder jemand anders ist schlecht, weil er/sie mir was zumutet, das unerträglich ist. Entweder das Boot geht unter, weil es schlecht gebaut ist, oder weil ich zu schwer bin. ;-)

Aber wie immer kennt Jesus einen dritten Weg. Den übers Wasser. Ich zeige, wie ich mich fühle. Das ist keine Schuldzuweisung an irgendwen. Es ermöglicht anderen, auf mich einzugehen. Mich wirklich kennenzulernen. Mir zu helfen. Es ermöglicht mir selbst, ehrlich zu sein und aus meiner Not herauszufinden.

So geschehen im Gespräch mit meinem Ausbildungsleiter, der mich für arrogant hielt und nun weiß, wie verunsichert ich war – mir konkrete Hilfe anbietet, mich ermutigt und freundlich zu mir ist. Vor dem ich nun keine Angst mehr haben muss (und was ist das für ein schreckliches Gefühl, jeden Tag auf der Arbeit mit einem zu tun zu haben, vor dem man Angst hat!). Bei Jesus gibt es keine Angst mehr. Seit ich auf dem Wasser stehe und er meine Hand hält, fühlt mein Leben sich wieder gut an. Ich hab zwar ein bisschen nasse Füße, aber das Ufer ist in Sicht.

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Land der begrenzten Möglichkeiten

Dezember 6, 2009 · 1 Kommentar

Ich bin nun seit ein paar Wochen hier in Ghana und hab schon eine Menge interessante Dinge gehört und gesehen…

Auch von einer Reise nach Burkina Faso weiß ich, dass die Menschen hier gerade in Bezug auf Gesundheitsversorgung und Bildung nur begrenzte Möglichkeiten haben; oft bedingt auch durch Geld. Aber gerade diese Begrenztheit öffnet ganz neue Türen, weil sie wissen, dass Gott unbegrenzte Möglichkeiten hat. Und so geschieht es, dass ein Mann mit nur 3,5 Cent Gehalt im Monat trotzdem alles bekommt, was er braucht und sogar Menschen von Aids geheilt werden. Kaum zu glauben?

Bei Gott sind alle Dinge möglich. (Mk 10, 27)

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Abenteuer beim aufrechten Gang übers Wasser

November 15, 2009 · 1 Kommentar

Also, um mal gleich eins vorweg zu sagen: Der Titel verspricht eigentlich zuviel. Bisher hab ich gerade mal ein Bein aus dem Boot gehoben (s. mein Post Mitte Oktober). Aber schon das war abenteuerlich – und wurde vom Herrn belohnt.

Aus dem Boot ragt also mittlerweile ein Bein, und das ist mein Berufs-Bein. Ich hätte nie geglaubt, dass Gott mein halbes Senfkorn Glauben für so wichtig hält und mich so sehr dafür segnet. Seit ich versuche “mein Ding durchzuziehen”, bekomme ich wichtige, teure Arbeitsmaterialien geschenkt – einfach so. Gerate ich in Konflikte, die sich einfach so in Wohlgefallen auflösen, nachdem ich darum gebetet habe. Treffe ich Entscheidungen, für die ich mit Lob überschüttet werde – und genau das ist mir am allerunheimlichsten! Ich bin es überhaupt nicht gewohnt, dass Menschen überschwänglich auf mich oder mein Tun reagieren. Erst recht bin ich es überhaupt nicht gewohnt, irgendwelche Entscheidungen zu treffen. Ich bin diesbezüglich schnell überfordert und Einkaufen bei Real ist für mich ein Alptraum. Und nun habe ich nicht einmal das Gefühl, etwas dafür zu können, das es klappt. Es ist, als ob das, was ich in der Schule tue, in mich hinein- und wieder aus mir herausströmt.

In solchen Erlebnissen suche ich automatisch nach Mustern und übertragbaren Erkenntnissen.
In den letzten 4 Wochen sehe ich, dass mein Wunsch nach Anerkennung und Bejahtwerden dazu geführt haben, dass ich ängstlich im Boot und mein Wunsch unerfüllt blieb. Erst seit ich, den Herrn im Blick, mich so verhalte, wie es sich für mich riskant anfühlt, erhalte ich diesen Segen. Step out of your comfort zone! Menschenfurcht führt nach Nirgendwo.

Mal sehn, ob ich es dieses Jahr noch schaffe, das andere Bein über den Bootsrand zu heben.  Nach wie vor dankbar für eure Gebete:

Sabine

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Neu loslegen

November 6, 2009 · 2 Kommentare

Ich stehe gerade vor einer sehr großen Veränderung in meinem Leben. In ein paar Tagen werde ich mit meinem Mann für ein Jahr nach Ghana gehen… Jetzt, da ich so kurz vor der Abreise stehe, geht mir ziemlich viel durch den Kopf; ich habe Angst und möchte manchmal einfach da bleiben. So sehr hat man sich an die Bequemlichkeiten hier gewöhnt…

Vielleicht kennt ihr die Losungen der Herrnhuter Brüdergemeinde für jeden Tag… Jedenfalls stand da für heute ein Bibelvers drin, der mich sehr aufgebaut hat: “Gedenkt nicht an das Frühere und achtet nicht auf das Vorige! Denn siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr’s denn nicht?” (Jesaja 43, 18-19)

Ich möchte euch den gern weitergeben. Auch wenn ihr ab nächste Woche vielleicht nicht vor so eindeutig großen Veränderungen steht, so hängt doch jeder wahrscheinlich ab und zu in der Vergangenheit fest: entweder in der klassischen damals-war-alles-besser-Stimmung oder aber mit Verletzungen und negativen Erlebnissen, die einen nicht loslassen.

Aber Gottes Wort sagt es uns: alles wird neu; nein, mehr noch… Alles ist neu! Es hat schon begonnen. Lass dich mitnehmen. Lass los und lass es bei Gott. Das Leben bietet jeden Tag neue Möglichkeiten und Chancen. Wäre doch schade, wenn wir die verpassen, weil wir ganz woanders festhängen!

Martina

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Stellung beziehen statt Toleranz

November 5, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Neulich waren wir in einer Gemeinde zu besuch. Nach der Predigt kam ein Dank- und Fürbitte-Teil, bei dem jeder etwas beitragen konnte.

Mitunter stand ein junger Mann auf, vielleicht 20 Jahre alt, der gerade eine Ausbildung zum Rettungssanitäter macht. Er ging nach vorne und erzählte, was ihn so beschäftigt:

In dieser Ausbildung treffen die verschiedensten Menschen aufeinander.  Da ist einer, der fotografiert offensichtlich die Tafelbilder ab, um sie in der Klausur zu benutzten. Einer, der gibt immer wieder freizügig seine zweifelhaften Witze zum besten. Einer, der trägt ausschließlich schwarze T-Shirts und Anhänger mit „666“, umgedrehten Kreuzen und ähnlichen Symbolen.

Den jungen Mann, der das erzählte, quält das Gewissen. Soll er seinen Kollegen verpetzen, dass er die Ausbildung abbrechen muss? Soll er bei den Witzen weghören, sich abgrenzen, ausgeschlossen werden, Standpunkt beziehen? Soll er den Satans-Sympathisant meiden, Toleranz üben, ihm bildlich die Bibel über den Schädel hauen?

Jeder hätte für sich einen anderen Lösungsansatz. Mich hat dieses Bekenntnis der Gewissensbisse wach gerüttelt. Erst dachte ich: Der lebt scheinbar hinterm Mond, im behüteten Elternhaus. So ist die Welt halt heute. Geh raus und mach die Augen auf!

Doch auf einmal wurde ich ganz klein und still. Mir wurde bewusst, wie abgestumpft ich mittlerweile bin, wie sehr ich alles als „normal“ nehme. Hätte Jesus nicht auch klar Stellung bezogen, wenn solche Witze gerissen werden? Hätte er nicht für den in den schwarzen Klamotten gebetet, mit ihm geredet? Mit dem, der betrügt? Auf jeden Fall hätte es ihm im Herzen weh getan. Und er hätte gehandelt. Nicht nur toleriert, wie das so schön praktisch einfach ist.

**Herr, gib mir auch wieder Dein Feingefühl, wo Ungerechtigkeiten sind und Du verunehrt wirst. Und hilf mir zu handeln. Wie Du es getan hast.**

Käthche

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wieder in die vollen gehen

Oktober 26, 2009 · 1 Kommentar

vorgestern vor einem monat hatte ich mein examen in der tasche. die monate, wochen und tage bis dahin: wie auf einem anderen planeten. ich war nur kopf, nur denken, dazu nur angst und bange. und als dann endlich der finale tag war, mein tag, da war er auch schon vorbei. ruckzuck war ich aus den prüfungen raus. ruckzuck war ich in ein anderes leben katapultiert.

wenn man so lange auf etwas hinarbeitet, das das ganze leben bestimmt, ist das leben danach plötzlich ganz leer. wie kreide von der tafel gewischt, alles wissen ausgewrungen, zurück bleibt der trockene schwamm.

und ich will aber wieder voll sein, bis an den rand gefüllt mit ich. ich will in mein neues leben mein altes betten, es hinüberretten sozusagen. mit mir im gepäck kann ich dann auch wieder – wums – voller energie und lebensfreude in die vollen gehen.

“Easy baby”. dies will ich in meinem inneren ohr klingen hören und jeden tag genüsslich süffisant vor mich hin sagen.

warum auch nicht? denn es ist doch so, dass jemand anderer mein leben trägt, jemand anderer meine seele in seinen händen hält. jemand, der ganz liebe ist und der mir mit auf den weg gegeben hat: ich habe dich bei deinem namen gerufen, du bist mein. so denke ich: ja, dein bin ich herr, ganz und gar.

easy baby. seht die lilien auf dem feld.

 

tabina

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Theorie und Praxis

Oktober 18, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Theorie: Sabine schreibt immer am 15.
Praxis: Heute ist der 18.

Theorie: Jeden Tag schreibt jemand anders.
Praxis: Der letzte Post ist 13 Tage her und heißt auch noch “Stillstand”.

Die letzten Male hab ich ja immer davon erzählt, was der Herr so alles in meinem Leben macht. Alles schien rasende Progression in einem Prozess, der mich mir selbst und Gott und meinen Nächsten näherbringt.  Meine Lebens-Theorie entstand: Gott arbeitet kontinuierlich an mir. Meine Aufgabe ist es, bewusst zu leben und zu schauen, was der Vater tut. Herausforderungen anzunehmen. Mein Leben aufzugeben, wenn er es verlangt – also: mich zu verändern. Mein Kreuz auf mich zu nehmen, mein ganz individuelles – anzunehmen, dass mein Kreuz meine Individualität ausmacht (wäre Jesus Jesus ohne das Kreuz?) und siehe! meine Individualität mein Kreuz ist. Mein Kreuz: mein Rückgrat. Mein Rückgrat: mein Kreuz. Dies zu tragen habe ich als Hauptaufgabe begriffen und der Herr hat 12 Monate gebraucht, um den Gedanken in mir herauszuschälen. So weit zur Theorie.

Mittlerweile, im 13. Monat (wie herrlich der Mensch gestrickt ist: Sogar die Zahlensymbolik spielt mit), bin ich in der Praxis angekommen. Nun muss ich unter Beweis stellen, dass ich das glaube, was Gott mich so leicht und einfach hat erkennen lassen. Und leider, leider kommt hier der bekannte Punkt: Glauben heißt eben nicht “für wahr halten”. Glauben heißt tun. Danach leben.

Also hänge ich seit 4 Wochen bewegungslos im Sumpf rum und versuche, mich dazu zu überreden und anzufeuern, darüber zu gehen wie Jesus übers Wasser. Ich seh mich förmlich, wie mein Boot feststeckt und Jesus mir die Hand hinhält. Es kostet viel Mut. Während ich weiter im Boot sitze und überlege, ob es nicht besser wäre, einfach darin zu verhungern oder Jesus darum zu bitten, dass er meine Fisch-und Brotvorräte an Bord so vermehrt, dass ich für immer davon leben kann, verdunkelt sich der Himmel immer mehr. Es ist zu komisch: Unter meinem Boot: Sumpf. Unter Jesu Füßen: Klares Wasser. Über meinem Kopf: Gewitterwolken. Jesus hingegen trägt ne Sonnenbrille. Ich will da hin, ich will, dass mir wieder die Sonne ins Gesicht und aus dem Popo scheint!

Ihr, die ihr mitlest: Betet für mich, bitte. Ein Ruck muss durch die Sabine gehn! Es muss laut krachen, wenn ihre Wirbelsäule zum Rückgrat begradigt wird!

In der Hoffnung, am 15. November von Abenteuern beim aufrechten Gang übers Wasser berichten zu können:

Sabine.

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Stillstand

Oktober 5, 2009 · 1 Kommentar

Nicht nur dieser Blog scheint still zu stehen. Auch meint Leben scheint es im Moment. Von einer lebendigen Gemeinschaft kann ich gerade nur träumen, von einer festen und erfüllenden Beschäftigung auch.

Manchmal streckt die Sinnlosigkeit ihre Hände nach mir aus und ergreift mein Herz, das sich nach Anerkennung sehnt und geliebt werden will.

Am meisten nervt mich meine eigene Passivität und die Tatsache, dass ich ein so eingeschränktes Blickfeld habe.

Denn schon bald wird sich einiges ändern, alles wird neu. Darauf warte ich. Aber wie lange ich noch warten werde, das weiß ich nicht. Mein Ziel ist in greifbarer Nähe und doch unendlich weit weg.

„Wo kämen wir hin, wenn jeder sagte, wo kämen wir hin und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen.“ Kurt Marti

„Und es geschah, während sie hingingen, wurden sie gereinigt.“ Lukas 17, 14b

Ich werde wohl einfach losgehen. Meist sieht man das Ziel erst, wenn man schon auf dem Weg ist und vorwärts bringt einen der Stillstand nicht…

Martina

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Der Himmel, das sind die anderen

September 15, 2009 · 1 Kommentar

Seit ein paar Jahren werde ich immer wieder mit der Frage konfrontiert: In welcher Gemeinde bist du? Gibt es deine Gemeinde eigentlich noch? Was ist überhaupt eine Gemeinde?
Und dann ist Wochenende und ich treffe Freunde und Gefährten, die mit Jesus durchs Leben gehen. Manchmal sprechen wir über unsere Erlebnisse mit dem Herrn, manchmal singen wir ihm Lieder, manchmal beten wir zusammen, manchmal verbringen wir einfach Zeit miteinander, feiern, gehen tanzen oder trinken ein bisschen zu viel. Wir haben keinen Leiter, keine Ämter und keinen Gemeinderaum. Wir alle sind Leiter, wir haben alle Ämter und wir können uns überall treffen – in Wohnzimmern, Kneipen, auf Parkplätzen, im Garten.

Aber wenn ich das Leuchten dieser Menschen sehe und das Salz ihrer Anwesenheit schmecke, weiß ich: DAS ist Gemeinde. Solche Gemeinschaft berührt und entspannt mich, fordert mich zur Selbstreflexion heraus und zeigt mir neue Lebensmöglichkeiten. Die ungezwungenen Gespräche übers jesusmäßige Leben machen mir ungezwungene Gespräche mit Nichtgläubigen leichter. Wenn ich mich ungeborgen fühle, werde ich geborgen; wenn ich auf krummen Wegen schlingere, werde ich korrigiert; wenn “die Welt da draußen” unfreundlich mit mir umgeht, darf ich Gottes Liebe erleben.

Dafür bin ich unendlich dankbar und ich will dir Mut machen, als Christ nicht alleine zu bleiben.

Unsere Kultur redet uns ein, wir seien “geworfene” Individuen – auf uns allein gestellt und nur so dazu fähig uns zu verwirklichen… Sartre sagt: “Die Hölle, das sind die anderen” (Geschlossene Gesellschaft).

Aber Gott sieht uns als Menschen, die nicht allein sein sollen, und will sich in uns verwirklichen. Die Kirche – als Gemeinschaft der Gläubigen – ist (gedacht als) eine offene Gesellschaft. Offen für dich und mich.

Sabine

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Lasst eure Träume los!

September 7, 2009 · Hinterlasse einen Kommentar

Vor Kurzem hatte ich die Gelegenheit, bei einem kleinen Wettstreit dabei zu sein, in dem man schöne Konzertkarten gewinnen konnte. Hätte können.

Ich wollte diese Karten wirklich, ich gab alles! Wir waren im Schwimmbad und mussten uns unter die kalte Dusche am Schwimmbecken stellen: “3-2-1 wer macht´s am längsten”?

Es war schon etwas grauslig, aber ich hielt durch – lange – und bekam die Karten schließlich …

doch nicht.

Es war eine herbe Enttäuschung, und ich wunderte mich noch einige Zeit später – was war mit mir los? Verstand ich keinen Spaß mehr? Irgendetwas hatte sich in mir bewegt.

Und ich weiß es jetzt wieder  - als junges Mädel hatte ich öfter großen Träumen nachgehangen und musste dann sehr schnell erkennen, dass meine Träume nicht passten, nicht zu der Welt damals und nicht zu der von heute. Blöde Angelegenheit.

So verlernte ich zu träumen. Stück für Stück, sie rutschten immer weiter hinunter in meine Seele. Aber sie sind noch da, manche Träume sind mit der Zeit wieder lebendig geworden, haben sich sogar erfüllt! Mein Studium offenbarte etwas von meiner Passion, ich habe den wunderbarsten Mann, ich bin glücklich. Beispielsweise :-)

Und ich weiß und glaube, dass etwas in mir ist, das die Berufung hat, in dieser Welt einen Fußabdruck zu hinterlassen. Und dass ist bei jedem Menschen so, ganz sicher.

Meine Träume sind damals oft in die falsche Richtung geflattert, ich hatte gehofft, dass Menschen sie mir erfüllen könnten. Oder dass ich selbst es schaffen würde.

Plums.

Da war der Baumstamm im Weg – ich hatte noch nicht gelernt, auf den Himmel zuzusteuern. Aber jetzt bin ich dabei, hoffe ich.

Und wenn die Klippen kommen, bin ich bereit.

Lasst eure Träume frei, lasst sie los. Wenn sie nach oben schauen, werden sie von selbst das Fliegen lernen.

by anja

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